Transition Town

‘If we wait for the governments, it’ll be too little, too late,
If we act as individuals, it’ll be too little,
but if we act as communities, it might just be enough, just in time.’

(Cheerful Disclaimer der Transition-Bewegung)

Transition steht für einen Wandel,
Wandel zu einer zukunftsorientierten, nachhaltigen und solidarischen Gesellschaft,
eine Gesellschaft, die lokale Potentiale nutzt,
Potentiale sind Talente, die wir haben und einbringen können sollen (Partizipation),
Potentiale sind unsere Fähigkeiten und Wissen, wie wir mit den Herausforderungen unserer Umwelt & Gesellschaft umgehen können,
die größten Herausforderungen sind zu erwartende Ressourcenverknappung, Klimawandel und unsere Abhängigkeit (vor allem von Erdöl) von beiden Entwicklungen.
Die gute Nachricht ist – wir können was tun!

Anfangen etwas zu tun, sollten wir am besten gestern!
Was wir tun, soll Spaß machen.
Und wann bist du dabei?

Hintergrund

Transition Town“ (übersetzt Ort bzw. Stadt des Wandels) heißt ein ursprünglich für Kleinstädte ausgelegtes und auf den lokalen Kontext fokussierendes Konzept. Es zielt darauf ab, dass von der Bevölkerung gemeinschaftliche Aktivitäten zur Steigerung der Resilienz (die Fähigkeit von Systemen, äußere Störeinwirkungen durch Widerstand, Anpassung, Innovation etc. zu überstehen, z.B. Versorgungsengpässe, Klimawandel, Naturkatastrophen) ihrer Gemeinden verfolgt werden. Dazu werden ausgehend von Bürger*innen Transition-Initiativen (TIn) bottom-up gegründet, die auf praktischer (Hands-On), betrieblicher (Sozialwirtschaft oder reguläre Wirtschaftsbetriebe) oder politischer Ebene Visionen entwickeln, Pläne schmieden, konkrete Projekte umsetzen, lobbyieren und Bewusstsein für gegenwärtige Herausforderungen fördern. Das gemeinsame Tun als Gemeinschaft wird dabei betont.

Die Idee der Transition Town geht auf den Permakulturisten Rob Hopkins (dem Gesicht der Transition-Bewegung) zurück, der 2004 aufbauend auf einen Permakulturkurs mit Studierenden aus Kinsale (Irland) einen Maßnahmenplan (Energy-Descent-Plan) für die Reduzierung des Energieverbrauchs dieser Stadt entworfen hat. Zurück in England entwickelte er die Idee weiter und begründete mit KollegInnen 2006 die erste Transition Town in Totnes; parallel dazu entstand u.a. in Stroud und Lewes (UK) eben solche Initiativen. Bald darauf gründeten sich weitere Transition Initiativen in Großbritannien, dem englischsprachigen Raum, aber auch in Italien, Frankreich und Spanien. Die Erfahrungen der ersten Jahre wurden im Transition Handbook – in deutscher Sprache unter den Titel Energiewende erschienen – zusammengefasst, welches die Grundlage für die Weiterentwicklung der Idee und des nun gegründeten Transition Networks bildete. Weitere Bücher wie der Transition Companion und The power of just doing stuff sowie zahlreiche Filme (In Transition 1.0 und 2.0) oder zahlreiche Spin-off-Bücher, die vor allem über die Website des TN beworben werden, halfen dabei, dass sich die TT-Idee global ausbreitete. In den letzten Jahren öffnete sich der Ansatz aufgrund des internationalen Erfolgs. In den letzten Jahren gewannen sogenannte nationale oder regionale Transition-Hubs (TH) größere Bedeutung. Neben Öffentlichkeitsarbeit und Erfahrungsaustausch gibt es auch einige Forschungsarbeiten von oder im Auftrag der internationalen Transition-Community.

(Textliche Ausschnitte mit Erlaubnis des Autors aus der Masterarbeit ”Transition Towns in Österreich” entnommen)