Transformation durch Kooperation: Ein neues Bild vom Land – DorfUni

Der Impulsblock vor der ersten Pause beschäftigte sich schwerpunktmäßig mit dem ländlichen Raum. Isabel Stumfol von der TU Wien stellte als zweite Rednerin gemeinsam mit Kerstin Schmid Beispiele aus ihren Forschungs- und Lehrtätigkeiten vor, und zeigte, wie transdisziplinäre Zugänge in der Raumplanung aussehen: Story-Telling spielt dabei eine besondere Rolle.

Ein Anliegen von Isabel Stumfol und ihrer Studentin Kerstin Schmid in diesem Zusammenhang ist es, genauer hinzusehen, bewusst und aufmerksam darüber-zu-reden, zu vernetzen und zu visualisieren, “mutig und auch mal verrückt zu sein” und Position für das eigene Leben am Land zu beziehen. Dies drückt auch den Appell von Isabel Stumfol aus, den ländlichen Raum nicht zu mystifizieren und zu romantisieren, ebenso sei die Schwarzmalerei kontraproduktiv.

Mehr als Obergail  (http://www.mehralsobergail.at/) beispielsweise war ein transdisziplinäres Lehrveranstaltungsprojekt an der Uni Wien, bei dem es im gleichnamigen Ort Obergail im Kärntner Lesachtail darum ging, Geschichten des Ortes zu sammeln und so die Partizipation anzuregen. Ähnlich wie in diesem Symposium die Lehrveranstaltung “IP Die Vitale Gemeinde” eine Science-Society-Kooperation zu ländlichen Räumen inkludierte, wurde das Projekt “Mehr als Obergail”  auch im Rahmen der Landluft Universität (http://uni.landluft.at/) einem urbanen Publikum in Wien vorgestellt.

Ein weiteres Projekt das die beiden vorstellten, betraf den Miteinbezug von Kindern in die Umweltgestaltung in Form des Kartierens (Mappings): Kinder sehen die Welt anders in Stainz. Die Inklusion von Kindern in einer Art und Weise, deren Zugänge adäquat der Altersgruppe entsprechend ist, wurde in weiterer Folge auch in anderen Präsentationen und auch bei den anschließenden Thementischen aufgegriffen. So stellen Ernst genommene Anliegen von Kindern und Jugendlichen auch ein Herzstück für die Lebendigkeit und den Erhalt ländlicher Räume dar. Weitere nicht vertretene aber nennenswerte Beispiele hierfür sind das Netzwerk der Lebenswerten Gemeinde, welches im September zum “Bewusst gemeinsam Leben”-Kongress in Salzburg einladen, Initiativen wie der Jugendgemeinderat oder die Jugend Strategie des Landes Steiermark. Letztere beiden wären aus Sicht der Symposiumsreflektion Kernbestandteil für eine nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume, wenn sie eng mit Gemeindeanliegen in Verbindung gebracht werden.

Als Abschluss der Präsentation von Isabel Stumfol wurde der Kooperationsaspekt des Symposiums verdeutlicht. Die im Bild ersichtliche Box auf Rädern – ursprünglich aus dem Projekt Mehr als Obergail  – wurde während des Symposiums genutzt, um Ideen und Geschichten für und über ländliche Räume zu sammeln. Einige davon werden unten stehend noch vorgestellt.

Transformation durch Kooperation – cc-by-nc-sa Thomas Plattner

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